FLORIAN MERKEL – SCHEIN UND SEIN

Aus­stel­lung 4. Juli bis 20. Sep­tem­ber 2026
Eröff­nung 5. Juli 2026 um 15 Uhr
mit einer musi­ka­li­schen Per­for­mance der Knut Baltz For­ma­ti­on

Florian Merkel zeigt eine Auswahl von Bildern aus fünf Jahrzehnten, die einen gezielten Einblick in sein fotografisches Schaffen geben.

Zu sehen sind Por­träts aus den 80ern und aus neue­rer Zeit, nächt­li­che Land­schaf­ten aus der Spät­pha­se der DDR und Archi­tek­tur­fo­to­gra­fien von 2015, die sich mit der ver­gan­ge­nen Moder­ne der 90er und nuller Jah­re aus­ein­an­der­set­zen.

Im Mit­tel­punkt der Aus­stel­lung ste­hen groß­for­ma­ti­ge Dru­cke mit urba­nen und länd­li­chen Sze­nen, die 2013 auf über­la­ger­ten Fil­men auf­ge­nom­men wur­den und deut­li­che Spu­ren von phy­si­ka­lisch-che­mi­scher Ver­än­de­rung des Medi­ums zei­gen.

Die aktu­ells­te Arbeit ist eine Koope­ra­ti­on mit der Dresd­ner Künst­le­rin Lydia Tho­mas, die sich der Unter­su­chung von Him­mels­er­schei­nun­gen wid­met.

In der Schau wird die funk­tio­na­le Bezie­hung von Ästhe­tik und Inhalt unter­sucht. Die Foto­gra­fien doku­men­tie­ren zumeist Gewe­se­nes ohne insze­na­to­ri­sche Nar­ra­ti­on. Ihre media­len Spe­zi­fi­ka wur­den bei der Ver­ar­bei­tung aus­ge­reizt aber nicht negiert. Dabei beein­flus­sen dem Sys­tem imma­nen­te Stö­run­gen die Art und Wei­se, wie das Publi­kum über bereits sozia­li­sier­te Seh­ge­wohn­hei­ten die Arbei­ten inter­pre­tiert.

Flo­ri­an Mer­kel wur­de 1961 in Karl Marx Stadt/Chemnitz gebo­ren. Er stu­dier­te von 1981 bis 1986 Foto­gra­fie an der Hoch­schu­le für Gra­fik und Buch­kunst Leip­zig. Der Künst­ler lebt und arbei­tet in Ber­lin.